Herzkohärenz bedeutet eine größere Variabilität des Herzrhythmus. Ein gesundes Herz variiert seinen Takt. Diese Anpassungsfähigkeit geht durch Stress häufig verloren und bedeutet großen Schaden für unsere Gesundheit.

Das Limbische System, unser emotionales Gehirn, ist eng mit dem nervalen Netz des Herzens verbunden und beide Systeme beeinflussen sich gegenseitig. Die Steuerung des autonomen Nervensystems (ANS) erfolgt über den Sympatikus, vergleichbar mit dem Gaspedal, und dem Parasympatikus, vergleichbar mit der Bremse eines Autos.

Das sympathische Nervensystem schüttet u.a. das Hormon Adrenalin aus, dieses beschleunigt den Herzschlag und aktiviert das emotionale Gehirn. Der Parasympatikus schüttet die sog. Entspannungshormone aus und lässt das Herz langsamer schlagen. Auch das Herz selbst produziert Hormone, wie Adrenalin und Noradrenalin. Sie alle wirken unmittelbar auf das Gehirn und auf Hormone, die den Blutdruck regeln. Zwei charakteristische Arten von Herzschlagschwankungen können mit Hilfe von Pulsmessungen und den Auswertungen durch Computerprogramme (BioFeedback) beschrieben werden: „Chaos und Kohärenz„. Regelmäßige Pulsveränderungen, d.h. der Wechsel zwischen Beschleunigung und Bremsen des Herzschlages werden bei Entspannung beobachtet. Das Herzkohärenz-Training ist eine moderne Form der Stressbewältigung mittels Bio-Feedback Training.