Fieber gezielt für therapeutische Zwecke zu nutzen hat eine lange Tradition. Die moderne Medizin hat die Bedeutung der Fiebertherapie oder aktiven Hyperthermie in vielen Untersuchungen belegt.

Bei der aktiven Hyperthermie oder Fiebertherapie werden fiebererzeugende Stoffe, sog. Bakterienlysate, zur Erhöhung der Körpertemperatur verabreicht. Fieberlosigkeit und geringe Infektanfälligkeit stehen in direktem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko an bösartigen Erkrankungen. Dr. Coley, USA 1891, berichtet von spontanen Tumorrückbildungen nach längeren fieberhaften Episoden.

„Gebt mir die Macht, Fieber zu erzeugen und ich heile alle Krankheiten.“
(Parmenides, Arzt und Philosoph 540-480 v. Chr.)

Die Wirkung der Fiebertherapie ist von Temperatur (38,5°-40,5°), und Therapiedauer (ca. 6 Monate,) abhängig. Durch Fieber werden Botenstoffe wie Zytokine, Tumornekrosefaktor (TNF-Alpha), zelluläres und humorales Immunsystem, Makrophagen und die sog. PAMP-Faktoren (pathogen associated molecular pattern) aktiviert. Diese komplexe Kettenreaktion bewirkt eine Umstimmungsreaktion des Organismus.